SocialGPT – Impulse für Professionsstandards zu KI in der Sozialen Arbeit

Künstliche Intelligenz ist der aktuellste Impuls für die Digitalität. Soziale Arbeit beschäftigt sich intensiv damit, indem sie einerseits die Angebote für Adressat:innen weiterentwickelt, gleichzeitig ändern sich auch die Bedingungen professioneller Arbeit. 

Das Projekt «SocialGPT – Professionsstandards zu KI in der Sozialen Arbeit» soll Fachpersonen und Akteur:innen auf zwei Ebenen Unterstützung bieten:

  • Fachpersonen der Sozialen Arbeit in der Deutschschweiz sowie der Romandie werden in einer Online-Umgebung sowie in Workshops Informationen zur Verfügung gestellt, die es ihnen ermöglichen, sich grundlegendes Wissen zu Künstlicher Intelligenz zu erwerben sowie eine anfängliche eigene professionelle Haltung einzunehmen.
  • In einem partizipativen Prozess entwickeln Fachpersonen der Sozialen Arbeit zudem Impulse für Professionsstandards zu Künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit, die Fachpersonen und Organisationen einen Orientierungsrahmen für die eigene Arbeit bieten sollen.

Das Projekt hat eine Laufzeit von Herbst 2025 bis Sommer 2027.

Partner*innen

Das Projekt wird gemeinsam realisiert von 

  • Radarstation
  • AvenirSocial
  • Soziokultur Schweiz

Wir bedanken uns für die Unterstützung und Begleitung durch

  • sozialinfo.ch
  • DOJ – Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz
  • Christoph Merian Stiftung
  • Stadt Zürich

Gruppen digital begleiten lernen

Gruppen in der Entstehung und der Entwicklung zu begleiten, das gehört zum Alltag der soziokulturellen Animation. Fachpersonen werden auch hierfür ausgebildet und eignen sich dabei breites Wissen an – zu Gruppen, zu Rollen und Normen, zur Gruppenentwickung, zu Konflikten, zu Macht, Nähe und vielem mehr – und sie entwickeln Handlungswissen für die Begleitung, für die Kommunikation undundund.

Dieses Wissen ist meist auf leibliche Begegnungen bezogen – auf Gruppen, die sich treffen, die «live» zusammenarbeiten. In der Digitalität gibt es aber auch zahlreiche weitere Settings – verschiedene Formen von Hybridität und auch rein digital agierende Gruppen. Und auch hier agieren Fachpersonen, allerdings wird dieses Handeln selten im Team reflektiert und das eigene Wissen weiterentwickelt.

Die Anfrage

Über diese Aspekte haben wir schon länger nachgedacht und uns sehr gefreut über eine Weiterbildungsanfrage von Selbsthilfe Schweiz: Die beteiligten Fachpersonen sollten die Gelegenheit erhalten, sich mit Aspekten von digitaler Kommunikation mit Gruppen und Entwicklung von Gruppen auseinandersetzen zu können. Und noch besser: Wir haben diese Veranstaltung gemeinsam mit Christoph Vecko konzipiert und durchgeführt. Als Lehrtrainer für Gruppendynamik und Dozent hat er seine breite Sicht auf Gruppen und soziale Prozesse eingebracht hat. Mehr zu ihm hier und hier.

Folgende inhaltliche Themen sollten abgedeckt werden:

  • Selbsterfahrung
  • Kommunikation & Technik/Tools: Welche Formen digitaler Kommunikation gibt es? Welches Medium bietet was? Toolübersicht mit Einschätzungsraster
  • Lebenswelt & Gesellschaft: Gesellschaftliche Entwicklungen, Bedürfnisse von Adressat:innen, Menschen und (digitale) Räume
  • Grundlagen Gruppendynamik
  • Gruppendynamik und Arbeitsbeziehungen: Gruppendynamik analysieren und steuern, Reflexion der eigenen Rolle und der damit verbundenen Erwartungen
  • Arbeit mit Gruppen in digitalen Räumen: Worauf ist zu achten, wenn ich mit Menschen digital arbeite?
  • Organisation: Was hat das mit uns als Organisation zu tun? Welche Rahmenbedingungen sind ggf. notwendig?

Unser Ansatz

Wichtig bei der Gestaltung war uns Handlungsorientierung und das Ansetzen an den eigenen Erfahrungen sowie der eigenen Arbeit. Daher hat die erste Phase schon vor dem Weiterbildungstag mit der Selbsterfahrung begonnen, indem die Teilnehmenden in einem Messenger in digitalen Gruppen zusammengefunden haben und sich organisieren und eine Vorbereitungsaufgabe bearbeiten sollten. Mit diesen Erfahrungen sind wir in den eigentlichen Weiterbildungstag eingestiegen, die Anwesenden haben ihre Erfahrungen reflektiert und eingeordnet.

Der zweite Teil der Weiterbildung war auf die Weiterentwicklung der eigenen Tätigkeit ausgerichtet. Hierfür haben wir den Teilnehmenden umfangreiche Informationen bereitgestellt bzw. vorhandenes Wissen aktiviert. Und mit diesen Erfahrungen und ihrem Wissen haben die Fachpersonen schliesslich in kleinen Gruppen an eigenen Fragestellungen und Fallbeispielen gearbeitet – im Format eines Mini-Barcamps.

Die Erfahrung

Und nach diesem Tag haben wir den Eindruck, dass die Vorhaben aufgegangen sind: Einerseits Gruppe, soziokulturelles Handeln und Digitalität zusammenzubringen – und das in der vorgeschlagenen Form zu tun.

Einzelne Dinge werden wir natürlich auch beim nächsten Mal weiterentwickeln. Aber wir fühlen uns parat für weitere Anfragen: Wenn Du Dich also im Team mit ähnlichen Fragen beschäftigen möchtest, melde Dich gerne bei uns!

Barcamp Soziokultur und digitaler Wandel #SKAmp

Im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel stellen sich Fachpersonen und Organisationen in der Soziokultur zahlreiche Fragen – zur Weiterentwicklung von Angeboten, zur Kommunikation, zur Positionierung der Profession und vieles Andere. Gleichzeitig gibt es bereits zahlreiche Erfahrungen im Feld. Mit dem offenen Format des Barcamps besteht eine ideale Möglichkeit, beides zusammenzubringen und damit Austausch, Lernen, Entwicklung und Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Auf Initiative von Radarstation hat seit 2022 jährlich ein Barcamp stattgefunden:

​Was ist ein Barcamp?

Bei einem Barcamp, auch «Unkonferenz» genannt, kommen Menschen zu einem gemeinsamen Thema zusammen, wie auf einer Konferenz. Die Teilnehmer*innen folgen aber nicht einem festgelegten Konferenzprogramm sondern stellen zu Beginn der Veranstaltung, geführt durch ein Grid/Moderator*in und auf Basis der mitgebrachten Themen, Fragen und Angebote, das Programm selbst zusammen. In dieser sogenannten Sessionplanung werden Vorträge angekündigt, Diskussionen vereinbart und Workshops angeboten.

Wichtig bei diesem Konzept ist, dass dabei alle aktiv auf Augenhöhe eingebunden werden und somit ein intensiver Wissensaustausch stattfindet. Weiter werden dadurch neue Ideen generiert, gemeinsame Projekte angestossen und Kontakte geknüpft. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion es können aber auch am Ende konkrete Ergebnisse vorgewiesen werden.

Veranstalter*innen und Partner*innen

Das Barcamp Soziokultur und digitaler Wandel ist eine Veranstaltung des Vereins Radarstation in Zusammenarbeit mit

  • DOJ – Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz
  • DOJ Fachgruppe Digitale Medien & Jugendinformation
  • Soziokultur Schweiz, Stiftung für Soziokulturelle Entwicklung und Partizipation
  • HSLU Hochschule Luzern, Institut für Soziokulturelle Entwicklung
  • Netzwerke GWA
  • ARTISET Bildung - Höhere Fachschule für Gemeindeanimation
  • Dachverband für offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern DOK
  • OJA Offene Jugendarbeit Zürich.

Wir freuen uns über die Kooperation mit dem Berner Generationenhaus.

Danke an sozialinfo.ch, an AvenirSocial sowie an die Vereinigung Berner Gemeinwesenarbeit (VBG) für die Unterstützung!

Vielen Dank auch an den Communitypartner Netzwerk Lebendige Quartiere.

Frühere Kooperationspartner*innen

Impressionen

  • SKAmp25 in Zürich