Gruppen digital begleiten lernen

Gruppen in der Entstehung und der Entwicklung zu begleiten, das gehört zum Alltag der soziokulturellen Animation. Fachpersonen werden auch hierfür ausgebildet und eignen sich dabei breites Wissen an – zu Gruppen, zu Rollen und Normen, zur Gruppenentwickung, zu Konflikten, zu Macht, Nähe und vielem mehr – und sie entwickeln Handlungswissen für die Begleitung, für die Kommunikation undundund.

Dieses Wissen ist meist auf leibliche Begegnungen bezogen – auf Gruppen, die sich treffen, die «live» zusammenarbeiten. In der Digitalität gibt es aber auch zahlreiche weitere Settings – verschiedene Formen von Hybridität und auch rein digital agierende Gruppen. Und auch hier agieren Fachpersonen, allerdings wird dieses Handeln selten im Team reflektiert und das eigene Wissen weiterentwickelt.

Die Anfrage

Über diese Aspekte haben wir schon länger nachgedacht und uns sehr gefreut über eine Weiterbildungsanfrage von Selbsthilfe Schweiz: Die beteiligten Fachpersonen sollten die Gelegenheit erhalten, sich mit Aspekten von digitaler Kommunikation mit Gruppen und Entwicklung von Gruppen auseinandersetzen zu können. Und noch besser: Wir haben diese Veranstaltung gemeinsam mit Christoph Vecko konzipiert und durchgeführt. Als Lehrtrainer für Gruppendynamik und Dozent hat er seine breite Sicht auf Gruppen und soziale Prozesse eingebracht hat. Mehr zu ihm hier und hier.

Folgende inhaltliche Themen sollten abgedeckt werden:

  • Selbsterfahrung
  • Kommunikation & Technik/Tools: Welche Formen digitaler Kommunikation gibt es? Welches Medium bietet was? Toolübersicht mit Einschätzungsraster
  • Lebenswelt & Gesellschaft: Gesellschaftliche Entwicklungen, Bedürfnisse von Adressat:innen, Menschen und (digitale) Räume
  • Grundlagen Gruppendynamik
  • Gruppendynamik und Arbeitsbeziehungen: Gruppendynamik analysieren und steuern, Reflexion der eigenen Rolle und der damit verbundenen Erwartungen
  • Arbeit mit Gruppen in digitalen Räumen: Worauf ist zu achten, wenn ich mit Menschen digital arbeite?
  • Organisation: Was hat das mit uns als Organisation zu tun? Welche Rahmenbedingungen sind ggf. notwendig?

Unser Ansatz

Wichtig bei der Gestaltung war uns Handlungsorientierung und das Ansetzen an den eigenen Erfahrungen sowie der eigenen Arbeit. Daher hat die erste Phase schon vor dem Weiterbildungstag mit der Selbsterfahrung begonnen, indem die Teilnehmenden in einem Messenger in digitalen Gruppen zusammengefunden haben und sich organisieren und eine Vorbereitungsaufgabe bearbeiten sollten. Mit diesen Erfahrungen sind wir in den eigentlichen Weiterbildungstag eingestiegen, die Anwesenden haben ihre Erfahrungen reflektiert und eingeordnet.

Der zweite Teil der Weiterbildung war auf die Weiterentwicklung der eigenen Tätigkeit ausgerichtet. Hierfür haben wir den Teilnehmenden umfangreiche Informationen bereitgestellt bzw. vorhandenes Wissen aktiviert. Und mit diesen Erfahrungen und ihrem Wissen haben die Fachpersonen schliesslich in kleinen Gruppen an eigenen Fragestellungen und Fallbeispielen gearbeitet – im Format eines Mini-Barcamps.

Die Erfahrung

Und nach diesem Tag haben wir den Eindruck, dass die Vorhaben aufgegangen sind: Einerseits Gruppe, soziokulturelles Handeln und Digitalität zusammenzubringen – und das in der vorgeschlagenen Form zu tun.

Einzelne Dinge werden wir natürlich auch beim nächsten Mal weiterentwickeln. Aber wir fühlen uns parat für weitere Anfragen: Wenn Du Dich also im Team mit ähnlichen Fragen beschäftigen möchtest, melde Dich gerne bei uns!

Funksalon

Hier springt der Funke über! 💥

Der Funksalon ist ein Mini-Barcamp mit einem besonders ansprechenden Rahmen. Alle, die sich für Digitalität in der Soziokultur interessieren, können sich hier mit anderen austauschen, Erfahrungen weitergeben und sammeln, Ideen weiterentwickeln, Fragen stellen und vieles mehr. Genau wie bei einem Barcamp, nur noch niedrigschwelliger. 😊

Zudem bieten wir einen achtsamen Rahmen und Snacks, um die Begegnungsebene zusätzlich zu stärken. Das alles an einem zentralen Ort und abwechselnd mal am Vormittag, mal am Abend.

So ist der Funksalon eine niedrigschwelliger Zwischenstopp im Alltag, um die eigene Praxis von Digitalität in der Soziokultur mit anderen voranzubringen.

Eingeladen sind alle, die sich für die Digitalität in der Soziokultur interessieren!

Vergangene Funksalons verpasst? Kein Problem, hier wurden die Sessions protokolliert.

 

Zum Funksalon vom Donnerstag, 18. Juni 2026

Impressionen

  • Funksalon Vol 1 in Zürich

Fachkurs «Soziokultur und Digitalität»

Digitalität ist selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft. Sie umgibt uns, ist aber gleichzeitig nicht immer greifbar. Und so ist es auch in der Soziokulturellen Animation: Es entstehen viele Ansätze, die auf Digitalität Bezug nehmen, viele Fachpersonen entwickeln neue Angebote. Aber auch hier ist es oft schwierig, auf die Erfahrungen und Überlegungen zugreifen zu können.

Der Fachkurs «Soziokultur und Digitalität» ist hier ein Kristallisationspunkt: Hier wird Digitalität greifbarer mit ihren Implikationen für das Zusammenleben, für den Alltag der Menschen und ihre Bedürfnisse. Vor dem Hintergrund theoretischer und fachlicher Grundlagen entwickeln wir konkrete Ansätze der Soziokulturellen Animation.

Im Fachkurs «Soziokultur und Digitalität» geht es ums Machen: Die Teilnehmenden begeben sich in der Weiterbildung auf den Weg und erarbeiten ein eigenes Projekt oder Angebot, das an der Situation im eigenen Tätigkeitsbereich anknüpft. «Soziokultur und Digitalität» bietet so konkretes Handwerkszeug, um die eigene Praxis weiterzuentwickeln. Wissen aus Forschung und Wissenschaft, von bestehenden Konzepten und von anderen Fachpersonen bilden dafür die Grundlage.

«Soziokultur und Digitalität» ist eine Weiterbildung in Form eines Fachkurs des Vereins Radarstation und der Hochschule Luzern Soziale Arbeit und steht allen Fachpersonen offen. Soziokultur Schweiz unterstützt das Angebot als Partnerorganisation. Die Entwicklung wird mitgetragen von dn Zürcher Gemeinschaftszentren.

 

Zielsetzung und Charakter

  • Die Teilnehmenden kennen und verstehen Handlungsansätze zur Ausgestaltung von Soziokultureller Animation unter den Bedingungen der Digitalität. Sie erproben diese am Beispiel ihres Tätigkeitsbereichs.
  • Die Teilnehmenden erwerben grundlegendes Wissen zur Lebenswelt ihrer Adressat:innen in der Digitalität sowie zu gesellschaftlichen Dynamiken im digitalen Wandel. Sie entwickeln ihre Professionalität unter den Bedingungen der Digitalität weiter.
  • Die Teilnehmenden kennen konkrete Konzepte und Ansatzpunkte der Soziokulturellen Animation anhand von Beispielen aus der Praxis und setzen sich mit Erfahrungen anderer Fachpersonen auseinander.
  • Der Fachkurs ist handlungsorientiert und zeichnet sich durch grosse Nähe zur Praxis aus. Er besteht aus Präsenzveranstaltungen, ergänzt mit Onlineanteilen sowie Selbststudium. Die Teilnehmenden arbeiten an einem eigenen Praxisvorhaben und werden dabei individuell begleitet.

Inhalte

  • Handlungsansätze und Konzepte von Soziokultureller Animation in der Digitalität
  • Handlungswissen: Tools für die soziokulturelle Arbeit in der Digitalität
  • Professionalität unter den Bedingungen der Digitalität:
  • Haltung, Mediatisierung der Gesellschaft, eigene Medienkompetenz
  • Strukturwissen: Informationsquellen, Datenschutz/rechtliche/ethische Grundlagen

Partner:innen

>rdy. Grundqualifikation Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität

Selfies, Games, Challenges, Dances – Medien sind selbstverständlicher und wichtiger Bestandteil des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen. Und auch die OKJA arbeitet immer selbstverständlicher mit SocialMedia, Smartphones und über Messenger. Dennoch (oder gerade deswegen) ist der Wunsch nach grundlegendem Wissen gross..

>rdy. bietet genau das, denn diese Weiterbildung macht Fachpersonen der Offenen, verbandlichen und kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit ready für den Berufsalltag in der Digitalität: Die digitale Lebenswelt der Kinder- und Jugendlichen und ihre Bedeutung für das Aufwachsen, praktische Medienarbeit mit Videos, Audio, Fotos sowie lebensweltliche Tools von Kindern und Jugendlichen werden in der Weiterbildung bearbeitet ebenso wie die rechtlichen Grundlagen.

>rdy. ist eine Weiterbildung in Form eines Fachkurs des Vereins Radarstation und der Hochschule Luzern Soziale Arbeit. Die Durchführungen werden jeweils in Kooperation mit lokalen Partner:innen angeboten und stehen Fachpersonen aus anderen Kantonen offen. Der DOJ unterstützt als Partnerorganisation die Bekanntmachung und Verbreitung dieses Weiterbildungsangebots.

Radarstation freut sich über Anfragen über weitere Durchführungen und Kooperationen!

Zielsetzung und Charakter

  • Die Weiterbildung vermittelt den Teilnehmer:innen grundlegendes Wissen zur digitalen Lebenswelt ihrer Adressat:innen, zur konkreten Ausgestaltung von Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität sowie zum Medienhandeln.
  • Sie ermöglicht es eine medienpädagogische Professionalität zu entwickeln.
  • Sie bietet eine fachliche Grundlage für die professionelle Arbeit mit Digitalität in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
  • Der Fachkurs ist handlungsorientiert und zeichnet sich durch Nähe zur Praxis aus. Er wird mit einem Mix gestaltet aus Präsenz-/Onlineveranstaltungen und Selbststudium. Das selbstständige Lernen und eine Umsetzung eines Praxisvorhaben werden individuell begleitet.

Inhalte

  • Handlungsansätze und Konzepte von OKJA in der Digitalität:
    mediatisierte Kommunikation, mediatisierte Treffangebote, mediatisierte mobile Jugendarbeit, Konzeptentwicklung, digitale Kinder- und Jugendbeteiligung
    , ...
  • Handlungswissen: SocialMedia, Medienproduktion, Tools für die Arbeit, ...
  • Medienpädagogische Professionalität:
    Haltung, Medienhandeln und mediatisierte Sozialisation Jugendlicher, eigene Medienkompetenz
  • Strukturwissen: Informationsquellen, Datenschutz/rechtliche/ethische Grundlagen

Partner:innen

Beratung und Unterstützung

Impressionen

  • >rdy 2024

Barcamp Soziokultur und digitaler Wandel #SKAmp

Im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel stellen sich Fachpersonen und Organisationen in der Soziokultur zahlreiche Fragen – zur Weiterentwicklung von Angeboten, zur Kommunikation, zur Positionierung der Profession und vieles Andere. Gleichzeitig gibt es bereits zahlreiche Erfahrungen im Feld. Mit dem offenen Format des Barcamps besteht eine ideale Möglichkeit, beides zusammenzubringen und damit Austausch, Lernen, Entwicklung und Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Auf Initiative von Radarstation hat seit 2022 jährlich ein Barcamp stattgefunden:

​Was ist ein Barcamp?

Bei einem Barcamp, auch «Unkonferenz» genannt, kommen Menschen zu einem gemeinsamen Thema zusammen, wie auf einer Konferenz. Die Teilnehmer*innen folgen aber nicht einem festgelegten Konferenzprogramm sondern stellen zu Beginn der Veranstaltung, geführt durch ein Grid/Moderator*in und auf Basis der mitgebrachten Themen, Fragen und Angebote, das Programm selbst zusammen. In dieser sogenannten Sessionplanung werden Vorträge angekündigt, Diskussionen vereinbart und Workshops angeboten.

Wichtig bei diesem Konzept ist, dass dabei alle aktiv auf Augenhöhe eingebunden werden und somit ein intensiver Wissensaustausch stattfindet. Weiter werden dadurch neue Ideen generiert, gemeinsame Projekte angestossen und Kontakte geknüpft. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion es können aber auch am Ende konkrete Ergebnisse vorgewiesen werden.

Veranstalter*innen und Partner*innen

Das Barcamp Soziokultur und digitaler Wandel ist eine Veranstaltung des Vereins Radarstation in Zusammenarbeit mit

  • DOJ – Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz
  • DOJ Fachgruppe Digitale Medien & Jugendinformation
  • Soziokultur Schweiz, Stiftung für Soziokulturelle Entwicklung und Partizipation
  • HSLU Hochschule Luzern, Institut für Soziokulturelle Entwicklung
  • Netzwerke GWA
  • ARTISET Bildung - Höhere Fachschule für Gemeindeanimation
  • Dachverband für offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern DOK
  • OJA Offene Jugendarbeit Zürich.

Wir freuen uns über die Kooperation mit dem Berner Generationenhaus.

Danke an sozialinfo.ch, an AvenirSocial sowie an die Vereinigung Berner Gemeinwesenarbeit (VBG) für die Unterstützung!

Vielen Dank auch an den Communitypartner Netzwerk Lebendige Quartiere.

Frühere Kooperationspartner*innen

Impressionen

  • SKAmp25 in Zürich