2025 ist das Jahr, in dem die Radarstation in ihr fünftes Jahr eingetreten ist – und es ist geprägt von Neuanfängen, Weiterentwicklungen und Umbrüchen. Langjährige Projekte haben sich dem Ende zubewegt und sind abgeschlossen worden, gleichzeitig haben neue begonnen und vor allem hat sich die Radarstation als Verein entschieden weiterentwickelt. Und nicht zuletzt etablieren und verstetigen sich verschiedene Angebote und erfinden sich dabei auch teilweise neu.
Dies wird alles möglich gemacht durch die vielen Kooperationspartner:innen, Radarist:innen, Auftraggeber:innen, Weiterbildungsteilnehmenden, Barcampteilgebenden, Interviewpartner:innen, Förderer:innen, Hörer:innen, Spender:innen und allen, die irgendwie mit der Radarstation verbunden sind. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.
Wir wünschen gute Lektüre!
Eigene Projekte und Entwicklungen
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Publikation «Digitalität in der Soziokultur»
Im Auftrag der Stadt Zürich haben wir im Jahr 2024 – gemeinsam mit Simone Tappert von der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW – mit zahlreichen Fachpersonen und auch Jugendlichen aus der Stadt Zürich an der Frage gearbeitet, was Soziokultur in der Digitalität ausmacht und wie sie gestaltet werden kann.
Aus dieser Studie ist umfangreiches und spannendes Wissen für die Praxis entstanden, so dass Eike und Simone Tappert schnell das Vorhaben entwickelt haben, es angereichert mit weiterem Wissen in einer Publikation zugänglich zu machen.
Dank der Förderung mehrerer Unterstüter:innen haben Eike und Simone eine 36-seitige Broschüre erstellt, die im November unter freier Lizenz erschienen ist und seitdem kostenlos verfügbar ist:
https://irf.fhnw.ch/server/api/core/bitstreams/951177c5-76fa-4004-a875-55e4b124074e/content
Kooperation: Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung
Förderung: Sozialdepartement Stadt Zürich, Manawa Foundation, Hasler Stiftung
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Funksalon Vol 1

Die Radarstation hat sich von Anfang an als Ort verstanden, wo Menschen zusammenkommen, um Wissen zu teilen, zu lernen und gemeinsam Lösungen zu suchen. Aus dem Barcamp als der ersten Realisierung dieses Selbstverständnisses ist der Funksalon entstanden: ein kurzes niedrigschwelliges Format, das sich an der Barcampmethode orientiert und aus dem Arbeitsalltag heraus Austausch ermöglicht.
Der erste Funksalon fand direkt nach der MV bei Intrinsic in Zürich statt. Bei heissen Temperaturen haben sich die Teilgebenden in diesem Mini-Barcamp ausgetauscht zu Themen wie «Bubble-Bildung», Karten und Möglichkeiten von digitalen Befragungstools und wie sich (digitale) Soziokultur schweizweit organisieren sollte. Es sprangen also wie erhofft viele Funken über und der Durst und Hunger konnte mit einem feinen Apéro (Danke Eike für die feine selbstgemachte Gurkensuppe!) gestillt werden.
https://radarstation.ch/projekte/funksalon
Kooperation: Mitglieder ;-), Teilgebende
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>rdy. Grundqualifikation Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität

Im Jahr 2025 ist das Weiterbildungsangebot >rdy in seinem dritten Jahr angekommen und an verschiedenen Stellen hat sich gezeigt, dass es sich im Feld zu etablieren beginnt.
Gemeinsam mit dem lokalen Netzwerk NOJZ sowie der Hochschule Luzern haben wir eine dritte Durchführung angeboten, diesmal in Luzern und haben sie mit einer engagierten Gruppe von Fachpersonen durchgeführt. Dabei bewährten sich die didaktischen Anpassungen aus dem Vorjahr – und wurden wiederum mit einigen aktuellen inhaltlichen Anpassungen ergänzt.
Anfragen aus der Jugendarbeit für weitere Durchführungen in anderen Regionen zeigen uns zudem, dass das Konzept nicht nur bekannt ist, sondern ein Bedürfnis abholt, das insbesondere mit dem Ansatz der in Kooperation realisierten lokalen Durchführungen an die Praxis der Jugendarbeit anknüpft.
https://radarstation.ch/projekte/rdy-grundqualifikation-kinder-und-jugendarbeit-in-der-digitalitaet
Partner:innen:
Hochschule Luzern Soziale Arbeit, DOJ – Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz, NOJZ – Netzwerk offene Kinder- & Jugendarbeit
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Barcamp Soziokultur und digitaler Wandel #SKAmp25

Nach drei Jahren in Zürich hat sich das Organisationsteam entschlossen, in eine weitere Stadt weiterzuziehen, um das Netzwerk zu vergrössern. Die zweite Staffel des Barcamps startete daher mit dem SKAmp25 am 10. November 25 in Bern. Es trafen sich altbekannte Barcamp-Expert:innen und neu Interessierte im Generationenhaus im Dachstock und brachten wie gewohnt eine vielfältige Sessionauswahl zusammen. Die Sessions von aktuellen Trends auf Social Media, Wissensvermittlung 3.0 und Tools für die Selbstorganisation wurden wieder dokumentiert und sind über die Barcamp-Website weiterhin zugänglich. Diesmal waren auch viele Leute aus der Jugendarbeit aus dem Projekt e_Space mit dabei und diskutierten ihre Ergebnisse rund um die Aufsuchende digitale Jugendarbeit.
Die Nähe zur Romandie brachte die Frage nach einem zweisprachigen Barcamp auf und wurde anschliessend vom OK aktiv bearbeitet, so dass es beim kommenden SKAmp26 in Bern dann eine zweisprachige Session geben wird mit Vertreterinnen aus der Romandie, um die Herausforderung gemeinsam anzupacken und in Zukunft noch mehr Leute anzusprechen und den Röstigraben zu überwinden.
Wir danken allen Partner:innen für die gute Zusammenarbeit beim SKAmp25!
https://radarstation.ch/projekte/barcamp-soziokultur-und-digitaler-wandel
Partner:innen:
Hochschule Luzern Soziale Arbeit, Soziokultur Schweiz, DOJ – Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz, Netzwerke Gemeinwesenarbeit Schweiz, ARTISET Bildung - Höhere Fachschule für Gemeindeanimation, Karl*a der*die Grosse, Avenir Social, Verein sozialinfo.ch, Netzwerk Lebendige Quartiere, OJA Offene Jugendarbeit Zürich, Dachverband offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern DOK, VBG – Vereinigung Berner Gemeinwesenarbeit
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Podcast «Tour de Soziokultur in der Digitalität»

Foto: Endrit Sadiku
Auch der Podcast hat im Jahr 2025 seine erste Staffel abgeschlossen. Im Verlauf des Jahres sind vier Folgen entstanden, wobei wir die inhaltlichen Stränge aus den bisherigen Episoden weitergeführt haben.
Per Ende des Jahres sind also insgesamt 20 Podcastfolgen erschienen, die umfangreiches Wissen dokumentieren und sich daher allesamt auch einer guten Resonanz erfreuen, insbesondere was die Downloadzahlen und die Zahl der Hörer:innen angeht.
Mit dem Ende dieser ersten «Staffel» endet auch die Förderung durch die Manawa Foundation – und wir würden angesichts der sehr guten Erfahrungen das Angebot gerne weiterführen.
Ein grosses Dankeschön an die Interviewpartner:innen für ihre Offenheit – und an die Manawa Foundation für ihre Unterstützung.
https://radarstation.ch/podcast-tour-de-soziokultur-in-der-digitalitaet
Förderung: Manawa Foundation
Konzepte, Beratungen, Weiterbildungen im Auftrag
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Forschungsprojekt e_space
Das Projekt e_space, in dem seit 2022 neue Ansätze von Offener Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität erprobt und diese Prozesse reflektiert werden, ist 2025 in die Schlussphase gekommen und Ende des Jahres abgeschlossen worden. Im Mandatsauftrag der FHNW Hochschule für Soziale Arbeit hat Radarstation einen Teil dieses Forschungsprojekts gestaltet.
Im Jahr 2025 wurde im Rahmen des qualitativen Forschungsprozesses das erarbeitete Wissen gesammelt, die gewonnenen Erkenntnisse reflektiert und auch mit bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengebracht. Hieraus sind zwei Publikationen entstanden: eine wissenschaftlich orientierte Publikation sowie eine Praxishandreichung. Beide sind – jeweils auf Deutsch sowie auf Französisch – frei verfügbar über eine Website des DOJ.
https://radarstation.ch/projekte/e-space
Auftraggeberin: FHNW Hochschule für Soziale Arbeit
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Weitere Aufträge
Ausserdem waren wir in diesem Jahr wieder mehr als zehn Mal in verschiedenen externen Aufträgen unterwegs, haben
- Expertisen erarbeitet
- Lehraufträge in der Ausbildung von Hochschulen übernommen
- Referate gestaltet
- Workshops und Barcamps konzipiert und durchgeführt und
- Organisationen beraten.
Verein
Ausgehend vom Organisationsentwicklungsprozess, der 2024 gestartet ist, wurden im März 2025 die Statuten geändert und der Verein damit zu einem Mitgliederverein gemacht. Im 2025 verzeichnet die Radarstation zehn neue Einzelmitglieder und fünf Organisationen, die Mitglied geworden sind. Vom ersten Moment an haben wir die Radarstation auch als Plattform gesehen, wo Menschen zum Thema Digitalität zusammenkommen, Wissen teilen und erarbeiten sowie gemeinschaftlich Dinge bewegen können.
Zwei neue Vorständinnen, Christine Plüer und Leslie Weiss, haben sich ab Sommer 2025 eingearbeitet, durchgewühlt, ausgetauscht und neu gefunden. Die grosse Herausforderung der Radarstation ist weiterhin die langfristig sichere Finanzierung. Nicht zuletzt darum hat sich schon bei der ersten Sitzung mit den neuen Vorstandsmitgliedern herauskristallisiert, dass es an der Zeit ist, die Radarstation selbst neu zu verorten. Mit dem Wechsel der Bezeichnung von «Raum zur (Ver-)Ortung von Digitalität in der Soziokultur» zur «Fachstelle für Digitalität und Soziokultur» konnte im Herbst ein wichtiger Schritt gemacht werden. Demzufolge wurde auch die Umgestaltung der Webseite angedacht und aufgegleist, Anfang Januar 2026 wurde sie dann durch Norina Schenker umgesetzt, mit Unterstützung von Martin Müller. Ziel war, das was die Radarstation bietet, klarer und übersichtlicher zu präsentieren. Neu finden sich zudem mehr Bilder, die unsere Arbeit illustrieren.
Publikationen
- Rösch, Eike und Simone Tappert (2025): Digitalität und Soziokultur. Grundverständnis, Empfehlungen und Inspirationen für den digitalen Wandel. Muttenz und Winterthur: Hochschule für Soziale Arbeit FHNW und Radarstation. https://doi.org/10.26041/fhnw-14152
- Rösch, Eike, Gerngross, Martina, Steiner, Olivier, Freuler, Rafael, Ibragić, Iman (2026): Praxiskonzeptionen Offener Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität. Erkenntnisse aus dem Aktionsforschungsprojekt e_space. Muttenz: Hochschule für Soziale Arbeit FHNW.
https://espace.doj.ch/app/uploads/2026/01/e_space-Broschuere-Praxiskonzeptionen_OKJA-in-der-Digitalitaet_01-2026.pdf
- Steiner, Olivier, Rösch, Eike, Gerngross, Martina, Freuler, Rafael, Ibragić, Iman, Leuthold, Benji, Sanchez Terrero, Julissa (2026): Praxisimpulse Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität. Anregungen zur Entwicklung von Praxis und fachlichen Positionierungen. Muttenz, Basel und Zürich: Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
https://espace.doj.ch/app/uploads/2026/01/e_space-Broschuere-Praxisimpulse_OKJA-in-der-Digitalitaet_DE_01-2026.pdf
- Podcastfolge «TdSidD 016: Applikationsentwicklung in der Soziokultur bei der OJA Zürich» (Eike Rösch)
- Podcastfolge «TdSidD 017: Erkenntnisse aus einer Studie zu Soziokultur in der Digitalität» (Nina Müller)
- Podcastfolge «TdSidD 018: Minecraft in der Bildungsarbeit mit Kindern» (Eike Rösch)
- Postcastfolge «TdSidD 019: KI-Chatbots in der OKJA bei der JuAr Basel» (Eike Rösch)
Jahresrechnung
Bilanz plus Erfolgsrechnung (PDF)
Die Revisor:innen des Vereins haben die Jahresrechnung im April 2026 geprüft und für gut befunden.